Initiativen:
TUSCH
http://www.tusch-frankfurt.de
TUSCH-Projekt an der Salzmannschule:
„Sprachförderung“
Entwicklung, Proben und Aufführung eines Theaterstückes zum Thema „Kulturelle Identität“
Titel: Kartoffel Trips (Eigenproduktion)
Ensemble: DS-Kurs der Salzmannschule (mit Sprachanfängern der Intensivkurse Deutsch)
Ort (Proben): Salzmannschule Frankfurt
Ort (Aufführung): Frankfurter Schultheatertage im Künstlerhaus Mousonturm
Gruppengröße: 14 Schüler/innen im Alter von 15 bis 17 Jahren
Zeitlicher Umfang: Von August 2010 bis Juni 2011 einmal pro Woche 2 Schulstunden
Leitung: Philipp Haines
Assistenz: Laura Schiefer-Müller
Hintergrund:
Da die Schüler aus vielen unterschiedlichen Ländern stammen, denen sie aufgrund des noch kurzen Aufenthaltes in Deutschland auch noch sehr verbunden sind, wurde schnell klar, dass sie gerne ihre jeweilige Mentalität und Kultur im Gegensatz zur der Deutschen thematisieren wollen. So haben wir in Gesprächen, aber vor allem in Improvisationen Merkmale, Eigenheiten und Auffälligkeiten unter den einzelnen Ländern, Menschen, und deren Leben unter Beachtung unterschiedlicher sozialer Milieus ausfindig gemacht. Gleichzeitig wurde klar, dass alle Resultate immer unter Beeinflussung von Politik, den Medien, aber auch unter einer gewissen Interpretation von Liebe und Familienzusammenhalt und Loyalität zu betrachten sind. Dies hat immer Stoff für Diskussionen untereinander geliefert, und wurde nach und nach Material für das Stück, was die Jugendlichen im Laufe des Prozesses erkannt haben und so Ideen und Impulse im Sinne des Projektes geliefert und eigenständig ausprobiert haben.
FLUX
www.theaterundschule.net
FLUX-Projekt an der Philipp-Reis-Schule in Friedrichsdorf :
„Biographisches Theater“
Entwicklung, Proben und Aufführung eines Theaterstückes zum Thema „Familie“
Titel: Zoe (Eigenproduktion)
Ensemble: DS-Kurs Philipp-Reis-Schule
Ort (Proben): Philipp-Reis-Schule
Ort (Aufführung): Theater-Forum der Philipp-Reis-Schule
Gruppengröße: 22 Schüler/innen im Alter von 13 bis 15 Jahren
Zeitlicher Umfang: Von August 2010 bis Juni einmal pro Woche 2 Schulstunden
Leitung: Philipp Haines
Assistenz: Laura Schiefer-Müller
Hintergrund:
Behandelt wurden die Themen Familie, Freundschaft und die eigene Identitässuche: Probleme und Konflikte, die vor allem im Jugendalter auftreten. Durch Improvisationen und kreatives Schreiben entwickelten die Schüler/innen gemeinsam ein Stück, in dem vor allem das Mittel des chorischen Sprechens ein wesentliches Element in der Inszenierung war. Gleichzeitig verliehen dem Stück Choreographien aus dem Bereich der Tanzpädagogik eine ganz eigene Farbe und erweiterte das Körperbewusstsein der Jugendlichen.
Fotos: http://www.theaterundschule.net/cms/theater-peripherie-und-philipp-reis-schule-friedrichsdorf-projekt-zoe.html
SchuB
http://schub.bildung.hessen.de/
SchuB-Projekt 1 an der Salzmannschule:
„Häusliche Gewalt“
Entwicklung, Proben und Aufführung eines Theaterstückes zum Thema „Häusliche Gewalt“ zur Ausstellung „Rosenstraße 76“ in Frankfurt am Main
Titel: REALITY TV (Eigenproduktion)
Ensemble: Theater AG der Salzmannschule
Ort (Proben): Salzmannschule Frankfurt
Ort (Aufführung): Katholische Gemeinde Mutter vom Guten Rat, Niederrad
Gruppengröße: 12 Schüler/innen im Alter von 13 bis 15 Jahren
Zeitlicher Umfang: Von September bis November 2010 einmal pro Woche 2 Schulstunden
Leitung: Philipp Haines
Assistenz: Fatima Kamboua
Hintergrund:
Das Frauenreferat und der Arbeitskreis Frauen des Präventionsrates zeigten die Ausstellung "Rosenstraße 76 Frankfurt" zu dem Thema "Häusliche Gewalt" in Frankfurt am Main. Die Ausstellung wurde von dem Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche Deutschland und Brot für die Welt konzipiert und ist in eine Vielzahl von Aktivitäten eingebettet, die Menschen für das Thema sensibilisieren, um eine breite Öffentlichkeit für die Bekämpfung häuslicher Gewalt zu gewinnen. Es werden Führungen in verschiedenen Sprachen angeboten(Arabisch, Masirisch, Persisch, Russisch, Türkisch.)
Das Rahmenprogramm informiert über die Tätigkeit der Beratungsstellen.
- Welche Rechte das Gewaltschutzgesetz sichert.
- Welche Auswirkungen häusliche Gewalt auf die Kinder im Haushalt hat.
Die Ausstellung wurde in folgenden Stadtteilen gezeigt:
- 2. - 16. April 2009 in der Frankfurter Innenstadt (Berliner Str.)
- 29. Oktober bis 29. November 2009 im Jugendhaus Eckenheim
- 6. bis zum 21. November 2010 in der Katholischen Gemeinde "Mutter vom guten Rat" in Niederrad
SchuB-Projekt 2 an der Salzmannschule:
“Vertiefende Berufsorientierung“
Durchführung eines theaterpädagogischen Projektes zur Vorbereitung auf das Berufsleben
Ort: Salzmannschule Frankfurt
Gruppengröße: Klasse 8 mit 15 Schüler/innen
Klasse 9 mit 13 Schüler/innen
Zeitlicher Umfang: Juni 2011, pro Klasse eine Woche
Leitung: Philipp Haines
Assistenz: Fatima Kamboua
Hintergrund:
Aufgrund von falschen Vorstellungen der Arbeitswelt und unangemessenen Verhaltensweisen bekommen die Jugendlichen oft keinen Ausbildungsplatz. Auch wenn sie erfolgreich diese erste Hürde geschafft haben, entstehen häufig bereits zu Beginn der Ausbildung Missverständnisse und Konflikte, die zu Abbrüchen oder Kündigungen noch während der Probezeit führen können. Weiterhin haben es besonders Jugendliche mit Migrationshintergrund sowie Jugendliche aus bildungsfernen Familien schwerer, erfolgreich in Ausbildung zu münden oder eine Ausbildung erfolgreich bis zum Ende durchzuhalten. Durch das eigene Mitwirken an Darstellungen von missverständlichen Situationen im Rollenspiel sowie die gemeinsame Reflexion der jeweiligen Szenen in der Gruppe werden die Jugendlichen sensibilisiert, eigene und fremde Verhaltensweisen besser wahrzunehmen und verstehen zu können. In der zehntägigen theatralischen Auseinandersetzung entstand eine besondere Gruppendynamik, in der soziale Verhaltensweisen wie Toleranz, Empathie und Respekt gegenüber Anderen und Autoritäten geweckt bzw. gestärkt wurden. Durch den Gruppenprozess wurden außerdem Einsatzbereitschaft, Konzentrations- und Durchhaltevermögen sowie Teamfähigkeit gefördert. Zusätzlich gewannen Jugendliche Migranten an Sprachkompetenz und Sicherheit über das Bewerbungsprozedere und Kenntnisse über Rechte und Pflichten in der Ausbildung. Ziel der projektbezogenen einwöchigen Arbeit im Darstellenden Spiel war weiterhin die Stabilisierung der Persönlichkeit, Stärkung des Selbstwertgefühls und der Eigen- und Fremdwahrnehmung. Mit den neu gewonnenen Erfahrungen gewinnen die Jugendlichen an Sicherheit im Umgang mit potentiellen Chefs und Kollegen. So können leichter andere / neue Konfliktlösungsstrategien entwickelt werden, um Eskalationen und Ausbildungsabbrüche zu vermeiden.
Themenauszüge
- Simulation von Vorstellungsgesprächen mit angemessenem und unangemessenem Verhalten
- Was drückt Körpersprache aus, wie wirke ich z. B. im Bewerbungsgespräch?
- Optik, was ist angemessen, was nicht? Beispiele aus verschiedenen Berufen
- Unterschiede im Verhalten gegenüber Gleichaltrigen und Vorgesetzten
- Vorbereitung auf den Arbeitstag, Tagesstruktur finden, Stolpersteine aus dem Weg räumen
- Verschiedene Arbeitsbereiche – Unterschiedlichkeiten / Empfindlichkeiten z.B. rauer Ton auf der Baustelle
- Verhalten bei Kritik durch Vorgesetzte, bzw. Mitarbeiter
- Klassische Konflikte und Lösungsvorschläge in der Teamarbeit
- Rollenklischees, typisches Männerverhalten, typisches weibliches Verhalten
- Wie bringe ich Verbesserungsvorschläge oder Kritik an?
- Wie führe ich ein Gespräch mit Vorgesetzten?