theaterperipherie begreift sich als postmigrantisches Theater, das sich insbesondere an Menschen richtet, die bislang kaum oder keine Erfahrung mit dem Medium Theater haben. Thematische Schwerpunkte liegen auf der Thematisierung von Machtverhältnissen und unterschiedlichen Ausgrenzungsmechanismen. Themen und Formen, die in der Theaterlandschaft meist keinen Platz finden, werden auf der Bühne realisiert. Dabei arbeitet theaterperipherie unter professionellen Rahmenbedingungen, mit sogenannten Laiendarsteller*innen und inzwischen teils auch mit professionellen Schauspieler*innen. Die Stücke richten sich an alle Altersgruppen, insbesondere aber an junges Publikum, denen der Weg ins Theater geöffnet werden soll.

 

 Ute Bansemir

Leitung&Regie

bei TP seit Gründung

 

 

 

 

„theaterperipherie  ist der einzige Ort, an dem es mir möglich ist, künstlerische, aktivistische und soziale Arbeit als eine Einheit zu empfinden.“

 

Lisa Deniz Preugschat

Leitung&Dramaturgie

bei tp seit 2015

 

 


 

 

Saima Malik

bei tp seit 2019

hat Lesungen/Filme  mit Talks bei tp etabliert

 

 

 

„theaterperipherie steht für mich persönlich für Repräsentation. Ich bin an der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen wie Lesungen, Podcastaufnahmen, Dokumentarfilmen zu wichtigen gesellschaftspolitischen Themen wie z.B. Erinnerungskultur in Deutschland nach 1945, Migration, wehrhafte Demokratie aber auch Formate wie Community hang outs beteiligt. In einer Zeit, in der für solche Projekte Finanzierungen gestrichen werden, bietet mir die theaterperipherie einen zuverlässigen Rahmen, der für mich persönlich sehr kraftgebend ist.“

 

 

 

Luna Vega

bei tp seit 2019- jetzt Masterstudium Theaterwissenschaften

Nachwuchsregie  „Ich habe die Zukunft gesehen“ und Spiel

 

„Theaterperipherie war mein Zugang zum Theater. Ein Zugang, der für mich wie vielen anderen aufgrund unsichtbarer gesellschaftlicher Barrieren oft verwehrt bleibt. Bei TP habe ich eine künstlerische Heimat gefunden, in der ich geschützt sowie unterstützt Bühnenarbeit machen kann, mich durch diese Arbeit ausleben und verwirklichen kann. Aufgrund der Leitung, der Struktur und des politischen Selbstverständnis von TP kommt für mich keine andere Spielstätte in Frage."

 

 

 

Mauri Pellizon

bei tp seit 2011

Regie von Im Namen des Overheadprojektor,

Das Bewerbungsgespräch, Power Pendler

 

"Als die Pandemie ausbrach, schloss man mir überall die Türen,

außer bei tp. Dort zeigte man mir, dass der Mensch in Vordergrund steht, dass jede Stimme würdig ist gehört zu werden und dass es keine Probleme, sondern nur Herausforderungen gibt."

 

 

 

 

 

Deniz Özbay

bei tp seit 2022, jetzt Studium Regie an der HfMdK 

Sprache deines Herzens., Lyric-Musikabend, Spiel&

Theatervermittlung

 

 

„Für mich ist die Theaterperipherie ein großer Safe Space – ein Ort, an dem ich mich austoben, Neues ausprobieren und teilen kann, ohne Scham oder das Gefühl, mich verstellen zu müssen. Für mich ist dieses Theater wichtig, da es Menschen einlädt – egal, ob sie schon lange mit Theater verbunden sind oder einfach neugierig vorbeischauen. Indem viele Angebote keinen Eintritt verlangen, hilft das Theater, finanzielle Barrieren abzubauen und macht Theater für alle zugänglich.

Bevor ich mein Regiestudium begonnen habe, war die Theaterperipherie der letzte Ort, an dem ich in der freien Szene gearbeitet habe – und eigentlich bin ich bis heute noch dort. Ich schätze die Unterstützung, die ich dort erfahren habe, sehr – als Regisseurin, Theaterpädagogin und vor allem als Mensch.“

 

Benjamin Cromme

bei tp seit 2018- jetzt an unterschiedlichsten Theatern in Hessen und Studium Angewandte Theaterwissenschaften

Nachwuchsregie, Spiel,

Theatervermittlung Kunstvoll und Tusch

 

"Mit tp entdeckte ich 2018 einen Ort, in dem ich mir erstmals vorstellen konnte: "ja, so kann ich in ein Erwachsenenleben gehen - sowas will ich auch machen". Ich durfte hier einen Raum finden, Identität zu verhandeln und künstlerische, wie politische Perspektiven auf mein Leben zu entwickeln, einen Raum, in dem ich mich nie fragen muss, ob ich wirklich da hin gehöre."

 

 

 

 

Fatima Kamboua

bei tp seit 2009

Spiel und Theatervermittlung,

Masirische Märchen

 

"tp vereint Generationen, Nationen, Individuen. Es ist jeder willkommen, egal welche Herausforderungen entstehen, es ist immer ein Platz der Begegnung und des Ankommens."

 

 

 

 


 

 

Moe Salamat

bei tp seit 2012

Video, Foto, Social Media, Spiel

 

"Mein erstes Mal im Theater war Woyzeck und Marie in der Theaterperipherie. Ich war sofort fasziniert und wollte unbedingt Teil davon sein. Zufällig gab es genau zu dieser Zeit ein Casting. Ich wurde eingeladen, hatte aber keinen Text im Kopf und war von dem neuen Text überfordert. Trotzdem bin ich hingegangen, ohne große Erwartungen.

Umso überraschender war es, dass ich aufgenommen wurde und die Rolle des Moritz Stiefel in Frühlingserwachen bekam.

Ab da hat sich viel verändert. Ich wurde mutiger, geduldiger mit mir selbst und habe mich besser verstanden. Die Theaterperipherie hat mir vieles gegeben, das ich vorher kaum kannte: Wärme, Geduld, Verständnis und einen Raum, in dem ich einfach sein durfte. Ohne Druck, ohne Vorurteile.

Dieser Ort hat mich getragen, aufgebaut und geprägt, als Mensch und als Künstler. Dafür bin ich bis heute dankbar."

 

 

Deniz Altunbas

bei Tp seit 2022

Lehrer Partnerschule und Spiel

 

"Aus Lehrersicht ist TP für mich sehr wertvoll weil sie die Teilhabe aus allen gesellschaftlichen Schichten ermöglicht. Es ist ein Ort an dem sich unsere SchülerInnen wohl und verstanden fühlen. Viele Kinder und Jugendliche aus dem Raum Nordwestzentrum können in der TP Stücke sehen, die passend sind für ihre Lebenswelt. Das ist in der Form einzigartig!!

Wir waren schon mit etwa 10 Klassen bei  tp. Dass die Kinder nachhaltig von dem Besuch beeinflusst sind, erkenne ich täglich wenn mir die Kinder im Unterricht begegnen, sie haben alle Inhalte, Figuren sehr präsent.

Ich nehme auf dem Schulhof, Spannungen war, beispielsweise aufgrund gesellschaftlicher Ereignisse,  bzw. Misstände. Es ist nicht möglich das alles im Unterricht aufzufangen und aufzuarbeiten. Mit dem aktuellen Rap Projekt in TP haben Jugendliche unserer Schule die Möglichkeit ihre Gedanken und Gefühle in Kunst zu verarbeiten, was ich absolut notwendig finde!"